Über mich

Grit Linden

Mittweidaerstr. 11
OT Sachsenburg
09669 Frankenberg

037206-569 555
post@linden-bluete.de

Wahrscheinlich ist es die alte Geschichte mit dem Beruf und der Berufung.

Als Kind schon war ich zu gerne beim alten Buschello, der Gärtnerei auf dem
Schloss. Ob in der Scheune, wo gleich links das Pferd stand und die alten Herren
Kränze banden für Totensonntag. Oder in den Gewächshäusern, wo diePflanzen
pikiert oder die Blumen frisch vom Beet gepflückt wurden. Für mich war es jedes
Mal total spannend.

Nach meiner Lehre als Zootechniker – nicht daß Ihr denkt, ich habe im Zoo gelernt, nein, es kommt besser: Ich war Tierpfleger und Besamungstechniker in einer industriemäßigen Schweinezuchtanlage mit 30.000 Schweinen - ja, nach der Lehre kam die Wendezeit.

Ich versuchte mein Glück im Westen in einem Hotel auf der Schwäbischen Alb als Mädchen für alles - vom Zimmermädchen über Servicekraft oder Rezeption war alles dabei.

Kurze Zeit später, als wir unser Haus bauten und Caro unterwegs war, kam dann das Bastelfieber über mich. So Stück für Stück entwickelte ich meine Kreativität, und ich hatte immer den Gedanken, "irgendwann, wenn die Zeit dafür reif ist, machst du mal deinen eigenen Bastelladen oder irgendwas in der Richtung".

1998, hochschwanger, zog es mich mit dem Rest meiner Familie wieder in heimatliche Gefilde. Nach dem Conny das Licht der Welt erblickt hatte, machte ich zwei Jahre später eine Weiterbildung für Floristen, obwohl ich das ja nie gelernt hatte. Ich musste mich nicht verstecken mit meinen Leistungen. Denn das Gros an Grundwissen hatte ich mir ja autodidaktisch längst angeeignet. Nach dem Praktikum bei Peggy in Chemnitz war für mich schnell klar: "Das machste jetzt von zuhause aus!"

Hm, Bastelladen ist es dann 2004 keiner geworden, dafür aber ein Blumenladen. Wir bauten die Garage im Haus kurzer Hand zum Laden um. Und im März 2004 ging es los mit "blatt & blüte" und zwischenzeitlich kam auch die Organisation verschiedener kleiner und größerer Feiern und Veranstaltungen dazu.

2007 bot sich die Gelegenheit den Laden direkt in Marktnähe in Frankenberg zu verlegen. Nach umfangreichen Baumaßnahmen war am 6. Mai Eröffnung. Und ich war stolz wie Bolle, so einen geilen Laden zuhaben.

2008 organisierte ich dann das erste "Hochzeitsfieber" erfolgreich, trotz der ganzen Unkenrufe und gleich im Jahr darauf folgte dann Auflage zwei der Hochzeitsmesse.

Im Mai 2009 entschloss ich mich, den Laden in der Schloßstraße wieder aufzugeben, und ich bin wieder in mein altes Lädchen zuhause in Sachsenburg eingezogen. Denn zwei Jahre 12-Stunden-Tage und oft noch sonntags immer am Laden gebunden sein, da haben meine Mädels ziemlich zurückstecken müssen.

Jetzt arbeite ich wieder von zuhause und kann alles besser koordinieren: Kinder, Beruf, Haushalt und Grundstück - meine beiden Mädels danken es mir.

Mittlerweile arbeite ich als freiberufliche Floristin und Weddingplanerin mit Begeisterung und Herzblut — unerlässlich, wenn es darum geht, gute Arbeit abzuliefern.

Um das ganze noch zu untermauern, habe ich von Oktober 2009 bis  August 2010 meine Ausbildung zur Floristin im Ausnahmefall gemacht und erfolgreich abgeschlossen. Naja, und weil mir das noch nicht reicht, hab ich mir gedacht, machste deinen Floristenmeister noch. Gesagt, getan — seit März 2010 besuche ich nun die Meisterausbildung am Dresdner Institut für Floristen und das noch bis September 2011. Bis dahin heißt es klotzen, denn auch wenn meine Mitschüler locker alle 10 bis 15 Jahre jünger sind, will ich ihnen in nix nachstehen, obwohl ich bald das T-Shirt trage „Frauen über 40 wissen, daß der erste Liebhaber selten der beste ist“ ;-).

Ich möchte meinen Beruf mit keinem anderen mehr tauschen - ich liebe ihn mit jeder Faser meines Körpers…und davon hab ich bekanntlich viel.;-)

Höchstens noch mit dem eines Architekten, aber das heb ich mir fürs nächste Leben auf.